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MiG-23ML (329)

 

Kennung:         NVA: 329, Bw: 03-54 und 20 10

Werknummer:   0390324623

Hersteller:        Mikojan i Gurewitsch

Kategorie:         Einsitziges Mehrzweckjagdflugzeug

Verband:           JG-9 in Peenemünde auf Usedom

 

Die MiG-23ML "329" ist die ML mit der kleinsten taktischen Nummer aller -23ML der ehemaligen NVA.

 

Historie:

Mit der Werknummer 0390324623 wurde sie 1982 in der damaligen Sowjetunion produziert und an die NVA geliefert. Am 04.02.1983 erfolgte die erste Übernahme mit weiterem Einsatz im JG-9 in Peenemünde auf Usedom. Nach der Wende erhielt sie die taktischen Nummern 03-54 und 20 10 und fand, nach Umwegen, wieder den Weg zum Flugplatz Peenemünde. Dort war sie für einige Jahre, zusammen mit einigen MiG-21, in gedeckten Stellungen eingemottet.

Für Filmaufnahmen erhielt sie den roten Stern der sowjetischen Fliegerkräfte auf der Seitenflosse - wie auf den Bildern des Transportes nach Neuenkirchen zu sehen ist. Diese Markierungen wurden von uns jedoch recht schnell entfernt – da sie ja nie bei der 16. Luftarmee der Westtruppen gedient hatte.

Auch bei der „329“ mussten wir mit der Restaurierung zügig beginnen, da vor allem die Tragflächenkästen der  MiG-23 zu schnellem Korrodieren neigen. Nach anderen Arbeiten, wie z.B. Reproduzieren des großen Deckels auf der linken Seite am Bug (mit Quali-Abzeichen) und Aufrüsten des Cockpits, ist sie wieder in relativ gutem Zustand. „Lediglich“ der Anstrich muss in naher Zukunft erneuert werden.

Die Bilder der „329“ geben einen Eindruck der Maschine bei der Ankunft im IVLN und dem späterem Zustand.

 

Sollte einer der Leser Informationen zu der weiteren taktischen Nummer der Bundeswehr -  03-54 in weißer Umrandung - haben (siehe Bild unten), bitten wir um Benachrichtigung - da es dazu bisher keine Infos gibt!

 

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 ↑ oben: Durch vorsichtiges Schleifen meinerseits sind hier die drei taktischen Nummern: 329, 03-54 und 20 10 zu erkennen. Die 03-54 wirft bei uns immer noch Fragen der Herkunft auf: wer erteilte den Befehl, woher kam diese Kennung und nach welchem System wurden diese Nummern verteilt?

 

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 ↑ oben: Die 329 fotografiert in der Box in der sie in Peenemünde stand. Der Lkw und Kran sind da - also los geht's - aber sinnig!

 

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 ↑ oben: Schwierig gestaltete sich das Absetzen auf dem Tieflader, da das Hauptfahrwerk zu schmal oder zu breit war, je nach Standpunkt. Ronny - hier ganz in rot - fuhr die Fracht sicher und zügig nach Neuenkirchen. Die Verkehrsmeldungen im Radio hinkten immer hinterher und meldeten dazu auch noch der Transport sei etwa 20 Meter breit! !!!! ?? - naja, die Baumalleen......

 

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 ↑ oben:  In der Fliegerstadt Ankam gab es viele erstaunte Gesichter.

 

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 ↑ oben: Bei der Einfahrt in die Straße am Museum wurde uns nochmal die Dimension des Unterfangens bewußt.

 

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 ↑ oben:  Modder, Matsch, Kälte, Regen begleiteten den Transport und viele helfende Hände - keine Ahnung wo die alle her kamen ....

 

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 ↑ oben:  Nach der Ankunft wurde die 329 - trotz sehr schlechtem kaltem und regnerischem Wetter - durch viele helfende Hände zusammen gebaut.  Falls jemand meint, bei uns tut sich nichts - vergleichen sie doch mal das Gelände damals und heute!!!!

 

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 ↑ oben:  Party-Time - nach getaner Arbeit.

 

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 ↑ oben:  Abschlussbierchen unter der Tragfläche der -23. Welch eine Erleichterung.

 

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 ↑ oben: Die 329 mit einer Schleppstange für eine MiG-29 - man möge es uns verzeihen.

 

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 ↑ oben:  Der Flugsportclub Neubrandenburg zu Besuch im Verein. 

 

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 ↑ oben: Jens (der volle Name ist dem Verfasser bekannt) beim Probesitzen. Er ist einer der wenigen Piloten der NVA der sich aus einer MiG-23 - genauer gesagt einer -23UB - katapultierte. Er ist bis zum heutigen Tag Pilot und fliegt im Fliegerclub Neubrandenburg.

 

 

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 ↑ oben:  Hauptinstrumentenbrett mit HUD/Visier (Fahrwerk ist unten und verriegelt)

 

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 ↑ oben:  Linke Seitenkonsole u.a. mit Schwenkflügelregler, Klappenwahlschalter, Schubhebel und Bremsschirmknopf

 

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 ↑ oben:  Rechte Seitenkonsole mit Kanalwahlschalter

 

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 ↑ oben: Hier die 329 in abendlicher Stimmung mit unserer Pistenbefeuerung in Betrieb. Die Überführungsbehälter sind noch nicht angebaut. Gut zu erkennen ist, wie baulich flach der mittlerer KZB ausgeführt ist, daher ist ein wenig mehr Bodenfreiheit gegeben.

 

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 ↑ oben:  KRS bei der Arbeit! Arbeitsschutz wird GROß geschrieben .... wenngleich der Hammer klein ausfällt.

 

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 ↑ oben:  Da die Verglasung der Canopies bei der 23 stark verwittert, haben wir verschiedene Wege zur Instandsetzung versucht. Das Anschleifen, Polieren und danach Versiegeln mit Plexiglas-Tinktur brachte die besten Ergebnisse.

 

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 ↑ oben:  Aus der Luft gesehen - es ist wohl eine neue Lackierung fällig .....

 

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 ↑ oben:  Größenvergleich im Maßstab 1:1 - wobei die Su-7U noch zerlegt ist.

 

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 ↑ oben:  Dienstschluss (B 2)