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Mikojan i Gurewitsch MiG-21MF (781)

 

Datenblatt:

Kennung:    781 

Werknummer:    N96002037 

Hersteller:    Staatliches Flugzeugwerk Nr. 84 "Znamia Truda", Moskau, UdSSR 

Indienststellung:    Mai 1975 

Einsatzzeitraum:    1968 - 1990 

Einsatzorte:    

JG-9, Peenemünde in Mecklenburg-Vorpommern

JG-3, Preschen in Brandenburg

 

Technische Daten

Verwendungszweck:    Jagdflugzeug 

Besatzung:    1 

Spannweite:        7,15 kg 

Länge:                15,76 m (über alles) 

Höhe:                   4,12 m

Flügelfläche:     22,95

Leermasse:      5.350 kg 

Startmasse:     8.200 kg 

Startmasse normal:    9.400 kg

Höchstgeschwindigkeit:      2.230 km/h (in 11.000 m Höhe) 

Marschgeschwindigkeit:     1.250 km/h 

Reichweite:      1.640 km

Gipfelhöhe:    19.000 m 

Triebwerk:    ein Turbojet Tumanski R-13-300 (95) 

Schub:    66,7 kN mit Nachbrenner  

Bewaffnung: 

1 Kanone Kal. 23mm GSch-23

4 Luft-Luft-Lenkwaffen

Bomben oder Behälter mit ungelenkten Raketen

gesamt bis 1.000kg  Waffenzuladung

 

Geschichtlicher Abriss:

Die Mikojan-Gurewitsch MiG-21 (NATO-Codename FISHBED) ist ein einsitziges sowjetisches Front-Abfangjagdflugzeug, welches  ebenfalls in einer zweisitzigen Trainerversion (MONGOL) gebaut wurde. Bereits 1959 in Dienst gestellt, wurde die MiG-21 von mehr als 50 Ländern eingesetzt und in vielen Varianten in Lizenz gefertigt. In der VR China wurden MiG-21-Varianten unter der Bezeichnung J-7 und F-8 produziert. Insgesamt gab es rund 15 verschiedene Versionen der MiG-21. Der erste Prototyp, der wie die Serienmaschine über einen Deltaflügel verfügte, flog unter der Bezeichnung E-4 erstmals am 16. Juni 1955. Im Juni 1956 wurde das Flugzeug während einer sowjetischen Flugschau (Tuschino/Moskau) erstmals öffentlich vorgestellt. E-66 und E-166 waren Bezeichnungen spezieller Rekordversionen, die so bei der FAA gemeldet wurden. In der Sowjetunion liefen Mitte der 1970er Jahre die letzten MiG-21 vom Band. Weltweit wurden bislang schätzungsweise 11.000 dieser Flugzeuge produziert. 2004 standen noch etwa 3.000 in rund 40 Armeen weltweit im Einsatz. Sie ist somit das nach Ende des Zweiten Weltkriegs am meisten gebaute (bzw. nachgebaute) Kampfflugzeug der Welt.

 

Bilderstrecke:

  

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  ↑ oben:  781 ist leider von uns in einem nicht originalem Anstrich erworben worden - wie von oben gute ersichtlich. Die Landeklappen sind noch nicht eingebaut und die linke Tragflächenspitze deformiert. Es gibt also noch einiges zu tun, wenngleich sie in solidem Zustand ist.

 

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↑ oben:   Gelegentliche Wartungsarbeiten erhalten den Grundzustand. Hier ist das rechte Hauptfahrwerk unter fachgerechter Begutachtung.

 

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 ↑ oben:  H. Naumann, ehemaliger Pilot der LSK/LV, sitzt in der Kabine der 781 - die er in Preschen ab und an flog!!!

 

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↑ oben:   Es ist nicht einfach die Instrumentierung der Maschinen Jahrzehnte nach ihrer Außerdienststellung wieder zu vervollständigen - dennoch ist es uns hier sehr gut gelungen, wenngleich noch Kleinigkeiten fehlen.

 

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 ↑ oben:  Rechts neben der Hauptgerätetafel findet man, bei genauem Hinsehen, noch immer die Kanalliste der Funkfeuer die für den Flugbetrieb aus Preschen am wichtigsten gewesen sind.

 

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↑ oben:   Mitglieder des Flugsportclub Neubrandenburg e.V. und ein Teil unserer Vereinsmitglieder bei einem Vereinsbesuch. Mit von der Partie auf dem Bild sind drei MiG-21 und ein MiG-23 Pilot.

 

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↑ oben:   Der letzte Kommandeur des JG-2 bei einem Besuch in unserer Sammlung - da darf ein solches Bild an unserer 781 nicht fehlen!!!. Bis heute ist er begeisterter Flieger und weiterhin aktiver Pilot auf Segelflugzeugen.

 

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↑ oben:   Ich glaube die Maschine schiebt ein wenig im Steigflug - wenn mann den Gebern Glauben schenken darf.

 

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↑ oben:   Schöne Ansicht der Maschine von hinten - wobei das Volumen des Rumpfrückens hierbei sehr deutlich wird. Die sowjetischen MiG-21SMT hatte einen nochmals vergrößerten Tank, wurden jedoch daher etwas träger. Der Rückspiegel ist auch aus dieser Position noch gut zu erkennen.

 

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 ↑ oben:  Seltene Ansicht des Lufteinlasses mit dem Cockpitbereich und den Luft-Zusatzklappen in Flugrichtung gesehen - diese zwei Klappen sorgten für einen Luftausgleich, um einen zu großen Unterdruck im Ansaugbereich vor dem Triebwerk zu  verhinderten. 

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 ↑ oben:  Ein rassiger Jäger!

 

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↑ oben:   Leider stehen große Teile der Sammlung im Freien. Für Maschinen wie 781 ist dies nicht gut, ergibt jedoch interessante winterliche Ansichten.

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 ↑ oben:  Ali bei der Inspektion der Hauptfahrwerksklappen....